Minitraining „Der Moment, in dem es zählt“ · Teil 1 von 3
Kennst du das?
Jemand sagt etwas, das nicht in Ordnung ist. Und du sagst: nichts. Oder schlimmer: Du lächelst und sagst Ja.
Zwei Stunden später, im Auto oder unter der Dusche, ist er plötzlich da. Der perfekte Satz. Klar, ruhig, treffend. Nur leider zu spät.
Und dann kommt der Ärger. Meistens auf dich selbst.
Das ist kein Charakterfehler.
Wenn wir uns angegriffen, bloßgestellt oder unter Druck fühlen, schaltet der Körper in Sekundenbruchteilen auf Alarm. Herz schneller, Muskeln fest, Blick eng. Gleichzeitig tritt der Teil des Gehirns, der abwägt, plant und Worte findet, einen Schritt zurück. Das ist gut erforscht: Unter akutem Stress übernehmen schnelle, automatische Reaktionen, und das überlegte Denken wird gedämpft.
Für einen Säbelzahntiger war das perfekt. Für eine Teambesprechung leider nicht.
Darum fällt dir die Antwort erst ein, wenn der Alarm vorbei ist. Auf dem Heimweg.
Was das für dich heißt
Noch ein Vorsatz hilft nicht. Dein Vorsatz sitzt im Kopf. Und genau der hat im entscheidenden Moment kurz Pause.
Was hilft, ist etwas, das im Moment selbst funktioniert. Über den Körper. Das schauen wir uns in Teil 2 an.
Deine Aufgabe bis morgen
Beobachte einen Moment, in dem es kippt. Du musst nichts verändern. Nur hinschauen:
Schreib es in dein Übungsblatt, Feld 1 und 2.
Morgen zeige ich dir, was du in genau so einem Moment tun kannst.
Bleib dran
Peter
Peter Schultz · Der Lebensgestalter · Training, kein Ersatz für eine Therapie · Impressum · Datenschutz